HÖRTEXTE (Kapitel 4 DEUTSCH LERNEN)

1. Teil A

Teil A, Aufgabe 8a.

Esperanto

Sein Erfinder war der polnische Arzt Ludwik Zamenhof. Er wurde am 15. Dezember 1859 in Belostok im heutigen Polen geboren. Hier kamen Einwohner verschiedenster Sprachen und Religionen zusammen: Polen, Russen, Deutsche und  Juden. Der junge Ludwik begeisterte sich schon früh für Fremdsprachen. Er sprach Russisch, Jiddisch, Polnisch, Deutsch, Französisch und besaß Kenntnisse in Griechisch, Hebräisch, Latein und Englisch.

Ludwik Zamenhof beobachtete, wie Menschen verschiedenster Nationen miteinander kommunizieren. Er dachte: „Vielleicht kann man eine einheitliche Sprache erfinden? Dann können sich die Menschen auf der Welt leicht verständigen und nicht bis 10 Fremdsprachen lernen. Und er erfand eine solche künstliche Sprache, das Esperanto. Zamenhof hoffte, dass sich die Menschen mit Esperanto besser verständigen können.

1887 veröffentlichte  Ludwik Zamenhof sein erstes Buch  über das Esperanto mit Wörtern und Regeln.

Viele Sprachen sind ja sehr schwer zu lernen, wie zum Beispiel Chinesisch. Bei Esperanto ist das anders:  Es gibt nur wenige Grammatik-Regeln und gar keine Ausnahmen. Auch Schreiben ist auf Esperanto einfach:  Man  schreibt alles so, wie man es spricht. Für seine neue Sprache hat Zamenhof Wörter aus anderen Sprachen ausgeliehen. Er hat sie nur ein bisschen verändert. Die meisten Esperanto-Wörter stammen aus dem Lateinischen oder Französischen, viele kommen aber auch aus dem Deutschen oder Englischen. Es gibt auch Wörter aus dem Russischen, Polnischen und Griechischen.

Bei manchen Wörtern kann man gut erkennen, wo sie her sind: Dankon heißt „Danke“ und jes heißt „Ja“. Nur wenige Menschen auf der Welt etwa zwei Millionen sprechen heutzutage Esperanto. Eigentlich komisch, weil  Esperanto doch so leicht ist.